Stress und wie man ihn abbaut

Stress ist ein Zustand der Anspannung und Aktivierung infolge eines bedrohlich empfundenen Ereignisses oder Zustands.

Als Antwort auf solche Gefahren reduziert Ihr Körper bestimmte „Luxusleistungen“, wie Verdauung, Schlaf, Hautdurchblutung und auch Sex (!), um sich dem im Moment dringlich empfundenen Problem zu widmen. Dabei ist in der Regel Ihre Herzfrequenz beschleunigt, der Blutdruck erhöht, die Muskulatur besser durchblutet als die Haut und der Schlaf wird oberflächlich gleichsam, um nicht eine Gefahr zu verschlafen. Wie schon erwähnt, hat auch die Zeugung von Nachwuchs dabei im Moment keinen Stellenwert: das eigene Überleben ist jetzt wichtiger.

Diese archaische Reaktionsweise als Antwort auf empfundene Bedrohung wurde in Jahrmillionen eingeübt, hat sich unter den Verhältnissen der Natur bewährt und kann nicht per Verstand abgeschaltet werden.

Auch heute noch reagieren wir auf Gefahr in dieser Weise. Dabei spielt es im Grunde keine Rolle, ob die Gefahr tatsächlich so immens hoch ist, um diese Reaktion zu rechtfertigen.
Wirklich lebensbedrohliche äußere Gefahren erleben wir heutigen Menschen ja kaum noch. Dafür ist für uns die Gefährdung unseres Arbeitsplatzes, eine Auseinandersetzung mit einem Vorgesetzten oder ein Ehekrach eine real empfundene Gefahr, die uns in diesen Stresszustand kommen läßt. Dies sind nur Beispiele – in der Realität können auch scheinbar banalere Anlässe massive Stresszustände hervorrufen, ohne daß Sie als Betroffener Einfluß darauf haben.

Stress, und erst Recht auch das heute häufigere Phänomen eines heruntergenerierten, gedämpften Dauerstress, schließt biologisch gesehen Sex aus – ich komme auf dieses Thema zurück, weil sie schließlich etwas über Potenzprobleme erfahren wollten.

Unter diesem „gedämpften Dauerstress“ passiert im Unterschied zu Akut-Stress folgendes:

  • Ihr Körper normalisiert einigermaßen Blutdruck und Herzfrequenz – er könnte die erhöhten Werte der Akutstressphase nicht über Wochen aufrecht erhalten ohne zu sterben.
  • Sie schlafen dennoch nicht optimal: Einschlaf- oder Durchschlafstörungen
  • Sie erwachen unerfrischt und schlecht gelaunt
  • Es kommt zu vermehrtem Gewebeabbau, Katabolie, infolge Cortisolerhöhung
  • Die Hoden fahren die Testosteronproduktion herunter (Fortpflanzung ist nicht gefragt)
  • Die Leistungsfähigkeit ist im Gegensatz zum Akutstress vermindert!
  • Gewisse Zeichen der Alterung treten beschleunigt zutage: Faltenbildung, Muskelschwund, Gedächtnisprobleme etc.

Wenn Sie Potenzprobleme haben, ist die Wahrscheinlichkeit fast 100%, daß Sie genau in diesem Dauerstresszustand sind – auch wenn Ihnen das jetzt neu sein sollte!

Dauerstress und Potenzprobleme, was tun?

Die Probleme, die Ihnen Stress machen lösen!

… wenn es so einfach wäre…!
Das wäre zwar die einfachste Antwort und sie ist so bestechend logisch, daß Sie kaum etwas dagegen einwenden könnten. Wenn ich Sie mit dieser Antwort jedoch stehen ließe, würde ich sicher wenig Begeisterung und Zuversicht auslösen! Warum?

Sie haben sehr wahrscheinlich einfach nicht die Kraft und nicht die Vitalität, um Ihre Probleme noch mit Schwung angehen zu können!

Sie fühlen sich festgefahren im Problem, Sie sehen keinen Ausweg, Sie finden Gründe, warum es zwar „nicht optimal“ ist, aber nicht besser geht usw. Es gibt viele Spielarten und Kleider, in die sich Vitalitätsmangel verhüllt!
Tatsache ist jedoch, daß sich Ihr Empfinden der Auswegslosigkeit schlagartig ändern kann, wenn Sie wieder Power haben!
Plötzlich finden Sie den Weg heraus – wie gesagt, wenn Sie nur genug Power haben.
Dieses Phänomen ist insofern nicht erstaunlich, als Dauerstress einfach einen allgemeinen Vitalitätsabbau mit sich bringt, der es dann, je länger er besteht, desto mehr erschwert, die ursächlichen Faktoren tatsächlich noch anzugehen. Eine Art Circulus vitiosus also.

Unser erster Schwerpunkt muß also darin liegen, Ihre Vitalität wieder aufzubauen, damit Sie Ihr Leben wieder in den Griff nehmen können! Auf der Seite über psychische Hintergründe hatte ich zu diesem Thema bereits einiges geschrieben.
Nun lassen Sie mich konkret werden:

  • Maßnahme Nr. 1: Folgen Sie den Empfehlungen über Potenzmittel – hier klicken! Ziel: Selbstwertgefühl wieder aufbauen, ein Gefühl der Kraft wiedergewinnen.
  • Maßnahme Nr. 2: Bei Schlafstörungen – ein wirklich ernstes Problem mit erheblichen Folgen für Ihren gesamten Gesundheitszustand – nehmen Sie Melatonin bis Sie ruhig und gut schlafen und ausgeruht aufwachen: mehr darüber hier.
  • Maßnahme Nr. 3: Verbessern Sie Ihre Ernährung entsprechend meinen im eBook geschilderten Empfehlungen und beginnen Sie mit einem moderaten Körpertraining.
  • Maßnahme Nr. 4: Bleibt trotz alledem ein Gefühl der Unruhe, Unzufriedenheit und Unzulänglichkeit bestehen, auch nach 4 Wochen der Anwendung dieser Maßnahmen, nehmen Sie zusätzlich ein Adaptogen, wie Eleutherococcus (in allen Apotheken erhältlich) in der doppelten der empfohlenen Menge ein.

Diese Maßnahmen sollten im Zeitraum von 4-8 Wochen erheblichen Vitalitätsgewinn herbeiführen. Meistens werden Sie so auch Ihre Potenz wieder herstellen können! Das ist zwar ein Grund zur Freude, aber damit ist das Problem noch nicht endgültig gelöst!

Wie bereits gesagt: Es gab einen Grund für den Dauerstresszustand, in dem Sie sich befanden. Ist dieser Grund nun ausgeräumt? Vielleicht nicht!

Achtung: Ich muß Ihnen offen sagen, daß ich an dieser Stelle in Schwierigkeiten gerate. Der Grund ist: Ich kenne Sie nicht.

Es kann sein, daß Ihr Dauerstresszustand sozusagen nur ein Überbleibsel eines früheren akuten Stresszustandes war, dessen Hintergrund längst bereinigt ist und der sich nur sozusagen verselbständigt hatte. Wenn Sie Ihre Vitalität durch die oben skizzierten Maßnahmen wieder gefunden haben, kann es sein, daß in diesem Fall keine weitere Problemlösung erforderlich ist.

Es kann aber auch sein, daß ein Dauerproblem Ihr Leben überschattet. Es kann ein Problem am Arbeitsplatz sein, in der Ehe, im Hobby, in Ihrer Vergangenheit und eigentlich überall. Niemand kann das pauschal ohne Kenntnis der Details Ihres Lebens sagen! Nur Sie selbst können es herausfinden, wenn Sie es nicht ohnehin bereits wissen.
Es ist durchaus nicht so selten, daß Sie selbst nicht wissen, was Sie bedrückt, hemmt, in Ihrer Lebenskraft beeinträchtigt. Leider kann ich jedoch von hier aus dazu wenig Konkretes sagen. Wenn Sie den Verdacht haben, daß es soetwas in Ihrem Fall gibt, suchen Sie die Hilfe eines SEHR gut geschulten Psychologen (nicht Psychiater).

Melatonin – das Schlafhormon

Schlafmangel geht immer mit einem Mangel von Melatonin einher. Dieses Hormon, es ist eigentlich eher ein Nervenbotenstoff, wird in der Zirbeldrüse des Hirnstamms gebildet. Leider läßt die körpereigene Herstellung von Melatonin mit zunehmender Alterung deutlich nach – die Zirbeldrüse verkalkt.

Ob dieser Niedergang der Melatoninproduktion eine Folge angehäufter Stresserfahrungen ist, oder ob umgekehrt die nachlassende Melatoninproduktion uns stressanfälliger werden läßt, ist ein wenig wie die Frage nach dem Ei und der Henne. Ich persönlich vermute, daß beides wahr ist.
Für die Praxis spielt dies jedoch ohnehin keine Rolle, denn die Zufuhr von Melatonin aus einfachen Nahrungsergänzungen ist für jedermann möglich und völlig ungefährlich.

3-9mg Melatonin, zur Nacht eingenommen, sorgen für tiefen, erholsamen Schlaf und gute Laune nach dem Erwachen. Das hört sich an wie ein Reklameslogan, hat jedoch einen bewiesenen Hintergrund: Melatonin ist nicht nur das „Schlafhormon“, sondern auch das effektivste Anti-Oxidans des Körpers (bewirkt also Regeneration) und ausreichend hohe Melatoninspiegel in der Nacht sorgen für hohe Serotoninspiegel tags!

Serotonin ist das „Wohlfühlhormon“ unseres Organismus, manche sagen auch das „Chefhormon“, weil man festgestellt hat, daß die Chefs von Affengruppen von allen männlichen Affen den höchsten Serotoninspiegel haben.

Kurz: Wenn Schlafprobleme ein Thema für Sie sind, dann empfehle ich dringend, zusätzlich zu den anderen Maßnahmen der Vitalisierung auch Melatonin, 3-9mg zur Nacht zu nehmen.
Beginnen Sie mit 3mg und steigern Sie bis Sie zufrieden sind mit Ihrem Schlaf. Wenn Sie morgens verlängert schläfrig sind, reduzieren sie die Menge.

Quelle: Melatonin