Yohimbe

yohimbe
Blätter des Yohimbe Baums

Coryanthe yohimbe ist der botanische Name für einen Baum, den Yohimbebaum, der in West-Afrika, aber auch im tropischen Südamerika wächst.

Seit Jahrhunderten wird eine Teezubereitung aus der inneren Rinde des Baumes verwendet, um Männlichkeit und sexuelle Kraft zu erhöhen. Sie ist auch der traditionelle „Treibstoff“ hinter alten sexuell-ekstatischen Stammesritualen, von denen berichtet wird, sie dauerten bis zu 14 Tage lang!
Rituale, die ohne die Anwendung dieses kraftvollen Gebräus wahrscheinlich nie möglich wären.

William Boericke, amerikanischer Arzt und Verfasser einer der größten homöopathischen Arzneimittellehren, schreibt 1927 zu Yohimbe: „Regt die Sexualhormone an und wirkt auf Zentralnervensystem und Atemzentrum. Ein Aphrodisiakum in physiologischen Dosen, aber kontraindiziert bei allen akuten und chronischen Entzündungen der Bauchorgane.“

„…Yohimbe dagegen finde ich einfach absolut umwerfend. Ich habe noch nie etwas dermaßen stark wirksames erlebt. Es hat bei mir eine unwahrscheinliche Erregung bewirkt und so harte Erektionen wie ewig nicht mehr – also eine 2fache Wirkung – sexuell sehr anregend und auch sehr starke harte Erektionen.
Wenn nicht unangenehme Nebenwirkungen wären, wie Herzjagen und Kreislaufprobleme nach der Einnahme einer ganzen Kapsel. Als ich einmal 2 Kapseln genommen hatte, war es sehr schlimm mit den Nebenwirkungen. Bei einer halben Kapsel geht es besser. Die Wirkung ist aber bei einer ganzen Kapsel noch stärker. Ich möchte direkt von einer drogenähnlichen Wirkung reden.
Die ganze Wahrnehmung verändert sich und die sexuelle Erregbarkeit steigert sich ungemein. Jedoch kann ich absolut nicht schlafen, wenn ich abends auch nur eine halbe Kapsel nehme. Mich wundert es, dass Yohimbe nicht allgemein bekannter ist, wo es eine so extrem starke Wirkung hat.“
Otto M. aus Lippstadt

Wir stellen dieses Zitat an den Anfang dieses Artikels, um auf die Möglichkeiten, aber auch Probleme von Yohimbe hinzuweisen. Es kann extrem wirksam sein und kann jedoch auch erhebliche unangenehme Nebenwirkungen (Hitzegefühle, Unruhe, Über-Wachheit, Herzklopfen) entfalten. Wenn Sie also Yohimbe nehmen möchten, tun Sie’s vorsichtig, indem Sie anfangs die geringst mögliche Menge nehmen, um zu sehen, wie Sie darauf reagieren.

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Natürlicher Stressabbau fördert die Potenz

Yohimbin, ein Indol-Alkaloid, das für die Wirkung von Yohimbe verantwortlich gesehen wird, verstärkt einen biochemischen Ablauf, dem eine Schlüsselrolle bei der männlichen Erektion zukommt: Yohimbin wirkt hemmend auf ein spezifisches Netzwerk von Nervenzellen, die man als alpha-2-adrenerges System, ein Untersystem des allgemeinen adrenergen Systems, bezeichnet. Das adrenerge System bedient sich des Hormons „Adrenalin“, das weithin bekannt ist als ein Stresshormon. Eines von mehreren Stresshormonen, sei hinzugefügt.

Yohimbin (Yohimbe) regelt die Aktivität des alpha-2-adrenergen System herunter, indem es Rezeptoren blockiert, die für die Aktivierung dieses Systems im Stressfall zuständig sind. Es hemmt also die Aktivierung eines Teils des adrenergen Systems und sorgt somit für eine Art Stress-Reduzierung, vereinfacht gesagt.

Ein körpereigener, natürlicher Blocker dieser alpha-2-Rezeptoren tritt ohnehin bei jeder Erektion normalerweise in Aktion. Die Hemmung des alpha-2-adrenergen Systems erhöht den Blutfluß durch die Arterien in das Glied, während gleichzeitig der Abfluß von Blut durch Venen gedrosselt wird. Darüberhinaus führt die alpha-2-Blockade zu Anreicherung von Acetylcholin, einem Gegenspieler des Adrenalin und Nervenbotenstoff, der eng mit dem Vorgang der Erektion verknüpft ist.

Anregung des „Sex-Zentrums“ im Gehirn

Yohimbin’s alpha-2-Blockade ist auch gleichzeitig zentral, d.h. im Gehirn, aktiv – Steigerung des Sexualtriebes.

Yohimbin erhöht den Blutspiegel des Nervenbotenstoffs „Noradrenalin“ um 66%. Noradrenalin stimuliert das Sexual-Zentrum des Gehirns im Hypothalamus (einem Hirnteil) und gilt als einer der pro-sexuellen körpereigenen Stoffe.

Zusammenfassend, wirkt Yohimbe zunächst also nicht unähnlich wie Viagra auf den Blutzufluß in das Glied durch arterielle Gefäßerweiterung. Dementsprechend können Überdosierungen auch zu Hitzegefühlen führen. Ein Einfluß auf Stick-Oxid (NO) und Cyclo-GMP-Stoffwechsel, wie bei Viagra, ist von Yohimbin nicht bekannt. Yohimbe hat im Unterschied zu Viagra, wie oben erklärt, auch einige zentral-stimulierende Eigenschaften – Anregung des Sexdrive.

Unter allem Vorbehalt, wie oben erwähnt, hier eine Quelle für extrahierte Yohimbe.

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