NL#59: Glaubwürdigkeit und Risiken von Potenzmitteln – Männer Magazin

NL#59: Glaubwürdigkeit und Risiken von Potenzmitteln

Liebe Leser,

Unsere Frage „Was ist das größte Problem, das SIE bei Ihrer Suche nach Potenzmitteln haben?“ hat in ca. 15 Monaten insgesamt über 10000 Antworten eingebracht – wahrscheinlich sind auch Sie über diese Frage in unsere Newsletterliste gelangt.

Zwei Hauptprobleme heben sich aus Ihren Antworten heraus (klicken Sie auf den Punkt, der Sie zuerst interessiert):

  1. Sie zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Versprechungen verschiedener Anbieter natürlicher Potenzmittel.
  2. Sie haben die Sorge, durch die Einnahme dieser Mittel Ihre Gesundheit zu schädigen.

In diesem Informationsbrief versuche ich beide Probleme zu beleuchten und Ihnen Hinweise für eine pragmatische Problemlösung – hier klicken – zu geben.
Lassen Sie mich zunächst auf Punkt 2. eingehen:

Risiken und Nebenwirkungen

Von den auf unserer Webseite beschriebenen Inhaltsstoffen Arginin, Chrysin, Tribulus, Avena sativa, Yohimbe etc. ist lediglich letzteres mit Vorsicht zu genießen. Yohimbe kann in einzelnen Fällen zu Unruhe, Angstzuständen und Blutdruckschwankungen führen, v.a. bei Personen, die ohnehin bereits instabil in dieser Hinsicht sind.
Sie werden bemerkt haben, daß ich Yohimbe noch nie in einem meiner Newsletter empfohlen habe – dennoch gibt es einen „harten Kern“ von begeisterten Anwendern, wie uns einige Leserzuschriften zeigen. Aber, wie gesagt – Vorsicht!

Über alle anderen Inhaltsstoffe, wie sie z.T. kombiniert in verschiedenen Präparaten enthalten sind, erhalten wir lediglich sporadisch Berichte von Problemen wie ‚Magendrücken‘, ’schlechter Geschmack‘, ‚Durchfall‘ o.ä. Die meisten dieser Probleme erledigen sich durch vorübergehende Verminderung der täglichen Aufnahmemenge.
Nur sehr selten haben uns Leser berichtet, ein Mittel wegen solcher Probleme überhaupt nicht mehr nehmen zu können.

Wie riskant muß man Nahrungsergänzungen allgemein einschätzen?

Wie die Problematik der Nahrungsmittelallergie zeigt, gibt es nicht eine einzige Substanz, und sei sie scheinbar so harmlos wie Bienenhonig, die nicht schon bei irgendwem irgendwo irgendwann eine Unverträglichkeitsreaktion ausgelöst hätte!

Wie bereits Paracelsus sagte: „Alles Ding ist Gift.“

In Klammern dazugesagt: potenziell!
Zwei Aspekte bestimmen die potenzielle Schädlichkeit jedweder Substanz:

  • Toxizität
  • individuelle Empfindlichkeit desjenigen, der sie nimmt

Die Toxizität gibt eine Aussage über eine artspezifische, über-individuelle Schädlichkeit in Abhängigkeit von der Aufnahmemenge.
Beispiel: Quecksilber.
Quecksilber ist giftig für ALLE Menschen, ja, soweit mir bekannt, sogar für alle Lebewesen und Zellen.
Anders sieht es bei Pflanzengiften aus, wie z.B. Aconitum (blauer Eisenhut oder Sturmhut), das für Menschen extrem toxisch ist und sogar tödlich bereits in geringen Mengen, von einigen Tierarten jedoch gern gefressen wird.
Andere Pflanzenstoffe sind weniger toxisch, so daß nur die Aufnahme großer Mengen beim Menschen zu Problemen führt und am unteren Ende der Toxizitätsskala befinden sich Pflanzenstoffe, die nur in extrem hohen Mengen Probleme hervorrufen – außer, und hier komme ich zur zweiten Komponente, außer es gibt eine ausgeprägte individuelle Empfindlichkeit gegen diese Substanz.

In Fällen ausgeprägter individueller Empfindlichkeit, können sogar so harmlose Nahrungsmittel wie Haselnüsse bei einer Person zu Erstickungsanfällen führen, obwohl die gleiche Menge Haselnüsse von den meisten anderen Personen vertragen wird! Man kann Haselnüsse deshalb nicht als toxisch bezeichnen.

In der Realität ist es immer ein Individuum, das eine Substanz einnimmt. Es mischen sich also immer die beiden Komponenten Toxizität und Empfindlichkeit zu einer Gesamtreaktion.
Dabei ist die ‚individuelle Empfindlichkeit‘ in keiner Weise pauschal vorhersehbar! Ein und dieselbe Person kann auf Substanz X hoch empfindlich (allergisch) sein, auf andere Substanzen jedoch ganz normal reagieren.

Die gesamte phytotherapeutische Naturmedizin basiert auf langen Erfahrungen im Umgang mit den Reaktionen vieler tausend Individuen auf pflanzliche Stoffe, wie z.B. in der jahrtausendealten Tradition der Ayurvedischen Medizin, die uns eines der interessantesten natürlichen Potenzmittel anbietet: Tribulus terrestris.
Nicht nur die Inder wußten über die vitalisierenden Eigenschaften mancher Pflanzen, auch südamerikanische Kulturen haben hier einiges zu bieten, wie z.B. Potenzholz (Muira puama) oder Catuaba sowie Maca.
All diese Mittel werden seit langer Zeit mit zufriedenstellender Wirkung angewendet und hätten sich ihren Nimbus über viele Jahrhunderte nicht erhalten können, wenn sie toxische Wirkungen entfaltet hätten.
Daran hat sich bis heute nichts geändert!

Lassen Sie sich von durchsichtig scheinheiligen Forderungen nach einem „Zulassungsverfahren aus Gründen des Verbaucherschutzes“ für Nahrungsergänzungen, ähnlich dem in der Pharmaindustrie, nicht verunsichern.

Die Pharmaindustrie hat die Unzulänglichkeit der angeblich perfekten Zulassungsverfahren gerade in letzter Zeit so eindrucksvoll bewiesen (Vioxx, Lipobay u.a.), daß man über diese Forderung nur den Kopf schütteln kann.
Müssen denn die Dummheiten dieser Zivilisation nun auch noch auf alle Gebiete, die bisher davon verschont waren, ausgedehnt werden?

Die Dummheit besteht nicht darin, eine Pharmaindustrie, die sich auf synthetische Produkte kapriziert, zu Zulassungsverfahren zu verpflichten – nicht, daß Sie mich hier falsch verstehen – sondern darin, daß man solch einem Verfahren tatsächlich vertraut und es nun auch auf jahrtausendealte Naturheilmittel und Nahrungsbestandteile ausdehnen will. Das ist absurd. Es ist bisher noch kein Todesfall durch Einnahme eines hochdosierten Multivitamins oder von z.B. Maca dokumentiert, die Todesfälle infolge von Arzneimittelnebenwirkungen jedoch gehen in die Millionen!

Genug der Politik, zurück zur Frage: Nebenwirkungen natürlicher Potenzmittel.

Generell sind solche kaum zu erwarten. Die Toxizität dieser teils jahrhundertelang bekannten Extrakte ist sehr niedrig. Individuelle Überempfindlichkeitsreaktionen sind immer möglich, nach unserer Erfahrung jedoch selten. Ungefähr so selten, wie eine Allergie gegen Schweinefleisch o.ä., würde ich schätzen.
Wenn bei Ihnen dennoch Probleme auftreten, die Sie in Zusammenhang mit der Einnahme natürlicher Potenzmittel bringen, stoppen Sie und schreiben Sie uns oder den Verkäufer zwecks weiterer Beratung an.
Wie gesagt, das wird höchst selten vorkommen.

Wie seriös sind die Wirkungsversprechen der verschiedenen Hersteller/Händler?

In den 90er Jahren gab es eine große Zahl von Firmen-Auflösungen oder Übernahmen, weil die kleinen Hersteller von pflanzlichen Heilmitteln zu Wirksamkeitsnachweisen gezwungen wurden.

Diese auf den ersten Blick vernünftige Politik, ging an der Tatsache vorbei, daß statistisch signifikante Wirksamkeitsnachweise immer nur sehr aufwändig zu erbringen sind. Anspruchsvolle Studien sind sehr teuer und konnten von vielen kleinen Herstellern nicht finanziert werden.

Als Folge davon verschwanden hunderte, bis dahin in der Praxis sehr bewährte Naturheilmittel aus dem Markt. Schade für die Menschen, denen sie bis dahin geholfen hatten!

Hat sich dadurch ein Fortschritt an Sicherheit in der Anwendung von Arzneimitteln ergeben?

Natürlich nicht. Grund: Die weitaus häufigsten toxischen Effekte von Arzneimitteln ergeben sich aus der Anwendung synthetischer Pharmazeutika, nicht aus den Naturheilmitteln. Durch Produkte also, die genau diese, angeblich so wichtigen Prüfverfahren durchlaufen haben.

Es ist jedoch nicht nur die Illusion von Sicherheit, die durch solche Prüfverfahren erzeugt wird, sondern auch die Illusion von Wirksamkeit, um die es ja in diesem Abschnitt geht.

Wenn Sie die Reklame von Spalt-Tabletten sehen – „schaltet den Schmerz ab“ – oder von Aspirin – „Aspirin nimmt den Schmerz und ist von Bayer.“, nehmen Sie dann an, daß jeder Schmerz von Tabletten dieser Art „abgeschaltet“ wird?
Würden Sie Bayer ‚unseriös‘ nennen, nur weil Ihnen Aspirin bei Ihrer Migräne nicht hilft?
Die Wirkungsamkeitsnachweise dieser Mittel sind klar positiv. Dennoch helfen sie nur manchen Schmerzpatienten und meistens auch nicht sehr lange.

Worauf ich hinaus will: Die häufig von Lesern eingetragenen Kommentare wie „Ich vermisse seriöse Wirksamkeitsnachweise“ o.ä. beruhen auf einer naiven Illusion. Der einzige Wirksamkeitsnachweis, der Ihnen praktischen Nutzen bringt, ist doch der Nachweis der Wirksamkeit in Ihrem persönlichen Fall!

Würden Sie nicht gern ein Mittel nehmen, das Ihnen hilft, selbst dann, wenn es 50% der anderen Männer nicht hilft?
Und umgekehrt: Was hilft es Ihnen, wenn man Ihnen nachweist, daß das Mittel, das Ihnen nichts nutzt, 90% der anderen Anwender sehr gut hilft? Herzlich wenig, würde ich sagen!

Die Aussagekraft solcher, nun ja pseudo-wissenschaftlichen Studien, ist hinsichtlich der individuellen Wirksamkeit fast gleich null – das weiß jeder praktische Arzt und probiert eben deshalb oft verschiedene Mittel bis er das individuell passende und verträgliche gefunden hat.

Das gleiche pragmatische Vorgehen ist auch bei unserer Thematik angemessen!

Hier geht es ja gottlob nicht um die Behandlung gefährlicher Erkrankungen, sondern um die Überwindung eines Vitalitätsproblems, das sich als Potenzschwäche äußert.

In diesem Zusammehang aufwändige klinische Studien zu fordern, deren Aussagewert in der Praxis ohnehin klein ist, ist eine Übertreibung und wäre Verschleuderung von Resourcen.

Stattdessen empfehle ich jedem Interessierten, seine Beobachtungen an sich selbst zum Maßstab seiner Entscheidungen zu machen: Probieren Sie aus, was Ihnen hilft und verfolgen Sie in dieser Weise Ihren eigenen Weg!

Die Fa. Virility Health Ltd. kommt Ihnen mit einer Reihe von Angeboten entgegen, die Ihr finanzielles Risiko bei Fehlversuchen ausschaltet.
Besonders erwähnenswert finde ich dabei die 3-Monate-Geld-zurück-Garantie auf einige der angeboteten Produkte, die Ihnen eine wirklich aussagefähige, genügend langfristige „Versuchsperiode“ ermöglicht:

Auch bei New Food (Produkte der Life Extension Foundation) gibt es interessante Angebote für die beliebten Super Miraforte mit Chrysin u.a. Nahrungsergänzungen. Hier allerdings ohne Geld-zurück-Garantie.

Ich würde mich freuen, wenn Sie uns vielfältige Erfahrungen mit Ihren kleinen Selbstversuchen per Kontaktformular mitteilen würden.

Viele Grüße und Power!
Team WCS Inc.

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